Jimmy Reiter und Band

Samstag, 7. April, 21 Uhr

 

„Die Gitarre klebt förmlich an ihm, als sei sie Teil seines Körpers. Seine Finger jagen gelenkig über das Griffbrett. Und mit seiner Stimme umgarnt er das Publikum, als sei er ein erfahrener Wanderprediger. Jimmy Reiter, der geborene Bluesman, spielt seine Musik hingebungsvoll. Man spürt seine Begeisterung, man erkennt seine Leidenschaft und das Publikum folgt ihm – hypnotisiert.“

So schrieb die Süddeutsche Zeitung unlängst nach einem Konzert der Jimmy Reiter Band, in dem es den vier Männern auf der Bühne einmal mehr gelungen war, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Der Osnabrücker Gitarrist, Sänger und Songwriter Jimmy Reiter veröffentlichte im Jahre 2011 sein Solodebüt „High Priest Of Nothing“, nachdem er zuvor über zehn Jahre als Gitarrist des US-Sängers und Harspspielers Doug Jay tätig gewesen war und viele namhafte internationale Künstler auf ihren Europatourneen begleitet hatte.
Daß danach die Zeit reif für Reiter war, die Position des Frontmanns zu übernehmen und mit Repertoire aus eigener Feder ins Tonstudio zu gehen, zeigte sich in der Tatsache, daß die Platte sogleich mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und von Fans und Presse gleichermaßen gefeiert wurde. Mit einem Album im Gepäck, daß unter Bluesfans schnell Kultstatus erlangte, erspielte sich die Jimmy Reiter Band in kurzer Zeit einen Ruf als hervorragender Live-Act – und das weit über Deutschlands Grenzen hinaus. So begeisterte die Truppe auch auf Konzerten in Frankreich, Spanien, der Schweiz, Dänemark oder
Holland ihr Publikum.

„Dieser Kerl ist definitiv einer der besten jungen Gitarristen der europäischen Bluesszene“, schrieb das britische Magazin Blues & Rhythm, und mit seiner Band bestehend aus Keyboarder Nico Dreier und der Rhythmusgruppe Björn Puls (Schlagzeug) und Jasper Mortier (Bass) hat Jimmy Reiter eine formidable Belegschaft um sich geschart, die sich Abend für Abend zu Höchstleistungen antreibt. Man kennt und schätzt sich seit vielen Jahren aus gemeinsamen Projekten, und hat so einen eigenständigen Sound entwickelt. Bei aller Souveränität kommt das spontane Element, das den Blues immer wieder so spannend macht, natürlich nie zu kurz – hier wird nach Herzenslust soliert, Reiter und sein Tastenmann Dreier spielen sich mit traumwandlerischer Sicherheit die Bälle zu, während im Hintergrund Puls und Mortier mit einem unerschütterlichen Groove dafür sorgen, daß alles zusammengehalten wird. Daß diese Truppe Spaß bei der Sache hat, ist für jedermann offensichtlich, und so springt der Funke immer schnell zum Publikum über.

Nach ausgiebigem Touren mit Auftritten auf zahlreichen Club- und Festivalbühnen begab sich Reiter Anfang 2015 mit seiner Band erneut ins Studio, um mit den Aufnahmen für das zweite Album „Told You So“ zu beginnen. Es entstand eine abwechslungsreiche Platte mit überwiegend Eigenkompositionen, die Reiters Vielseitigkeit als Songwriter, seine Klasse als Gitarrist und Sänger und die musikalische Qualität der gesamten Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Für Highlights sorgt außerdem der Bostoner Saxophonvirtuose Sax Gordon, der die Band wie schon auf dem Vorgängeralbum auf einigen Titeln verstärkt.

Nach der Veröffentlichung von „Told You So“ im Spätsommer 2015 tourt die Jimmy Reiter Band auch weiterhin als eine der interessantesten Formationen der europäischen Blues- und R&B-Szene durch die Weltgeschichte. Neben seinem eigenen Projekt ist Jimmy Reiter immer wieder ein gefragter Musiker für Studioalben anderer Kollegen, so z.B. bei „Love Is The Key“ von Big Daddy Wilson, „Kinky At The Root“ von Dede Priest und „Shake-Down“ von Chad Strentz. Im März 2016 wurde Jimmy Reiter mit dem BiG Blues Award als bester zeitgenössischer Blues-Künstler des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Inzwischen ist man auch auch in der Heimat des Blues und Soul auf Reiter aufmerksam geworden. Die weltweit größte Internetplattform für Gitarrenlehrvideos TrueFire aus den USA, bei der sich Dozenten wir Robben Ford, Larry Carlton und Steve Vai die Klinke in die Hand geben, engagierte ihn, für sie einen zweistündigen Videokurs zu produzieren. „Jimmy Reiter‘s Soul Guitar Guidebook“ avancierte schnell zum Bestseller. Zahlreiche Gitarristen in den USA lassen sich nun also die ur-amerikanische Musik von einem Osnabrücker Musiker näherbringen. Eine Fortsetzung befindet sich in Vorbereitung.

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Tickets

Ticketvorverkauf im Riva 17€ / Abendkasse 20 €
Einlass 20 Uhr